INTEGRI 2014 - Die Preisträger

Aus allen eingelangten Einreichungen wurden am 6. Mai 2014 im Rahmen des „Kongresses Integrierte Versorgung“ an der Fachhochschule Linz die INTEGRI 2014-Preisträger prämiert:

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Die Preisträger
Die „INTEGRI 14“-Preisträger auf einen Blick, flankiert von CGM-Geschäftsführer Willibald Salomon und Gesundheitsminister Alois Stöger
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Patienten- und Angehörigenorientierung“

Preisträger:
Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ)

Projekt:
GEKO - Geriatrischer Konsiliardienst zur fachärztlichen Untersuchung von Pflegeheimbewohnern

Die Preisträger
Preisüberreichung (vlnr): Dr. Heinz Brock, Romana Winkler, BA MA (Strategische und operative Planung GGZ), Gesundheitsminister Alois Stöger und Mag. Roland Schaffler.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Begründung der Jury zur Auswahl des Preisträgers:

„Dieses Versorgungsmodell ist in hohem Maße bewohnerorientiert. Es verhindert eine medizinische Über- und Fehlversorgung und lässt die Versorgung zum alten Menschen in seiner gewohnten Umgebung kommen. Es zeigt, dass die menschlichere Versorgung auch die wirtschaftlich effizientere sein kann. Methodisch ist diese Einreichung übertragbar, sorgfältig aufgesetzt und nachvollziehbar dargestellt.“

Projektkurzdarstellung:

Höheres Alter ist der Hauptrisikofaktor für Multimorbidität, also das Auftreten mehrerer gleichzeitig bestehender Erkrankungen, die einer medizinischen Behandlung bedürfen. Multimorbiden Menschen, die einen besonders hohen Bedarf an fachärztlicher Betreuung haben, muß in einer altersgerechten Form auch spezialisierte medizinische Versorgung zugänglich sein. Die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) initiierten daher das Projekt „Geriatrischer Konsiliardienst (GEKO) zur medizinischen Versorgung von BewohnerInnen in Pflegeheimen“. Im Projekt GEKO werden akut erkrankte BewohnerInnen von Pflegeheimen internistischgeriatrisch von Fachärzten der Albert Schweitzer Klinik betreut, um dadurch eine belastende Krankenhaus-Einweisung für die betagten PatientInnen möglichst entbehrlich zu machen und gleichzeitig Kosten im Gesundheitswesen einzusparen.

Durch GEKO konnte eine Reduktion der akuten Spitalseinweisungen um rund 48% erreicht werden!

Das Versorgungsmodell GEKO sieht die Integration eines mobilen internistisch-fachärztlichen Versorgungselements, ergänzend zur hausärztlichen Basis-Versorgung im Pflegeheim vor. Durch GEKO wird also ein neues Behandlungsprinzip verwirklicht, welches den Bedürfnissen betagter Menschen besonders gerecht wird: Der Spitalsfacharzt kommt zum Patienten ins Pflegeheim, damit der betagte Patient im Pflegeheim nicht ins Spital muß.

Das Modell GEKO ist geeignet, die Qualität der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen zu optimieren, dadurch Spitalseinweisungen hochbetagter Menschen seltener notwendig zu machen und gleichzeitig Kosten im Gesundheitswesen einzusparen.

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team GGZ“, flankiert von Gratulanten (vlnr):
DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Silvia Neumann-Ponesch, Willibald Salomon, „Team GGZ“ (rund um Romana Winkler, BA MA), Dr. Susanne Herbek, Dr. Heinz Brock und Gesundheitsminister Alois Stöger.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Gesundheitspolitische Vorreiterrolle“

Preisträger:
IVD-Management der OÖGKK für Land OÖ und OÖ Gebietskrankenkasse

Projekt:
Integrierte Versorgung Demenz in Oberösterreich (IVDOÖ)
Pilotprojekt – Bezirk Kirchdorf, Stadt Wels

Die Preisträger
Preisüberreichung (vlnr): Dr. Heinz Brock, Dr. Susanne Herbek, Gesundheitsminister Alois Stöger und Res.Dir.Mag. Franz Kiesl, MPM
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Begründung der Jury zur Auswahl des Preisträgers:

„Dieses klassische IVD-Modellprojekt schließt eine Lücke in der abgestuften Versorgung von Demenzerkrankten und in der Beratung und Entlastung der betreuenden Angehörigen. Es zeigt die Möglichkeit der präventiven, frühzeitigen, adäquaten Intervention durch ein niederschwelliges, multiprofessionelles Leistungsangebot. Es integriert viele unterschiedliche Organisationen und zeigt, wie zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen der demografischen Entwicklung in diesem Bereich zu bewältigen wären.“

Projektkurzdarstellung:

Aufgrund des demographischen Wandels werden in den nächsten Jahren immer mehr Menschen von Demenz betroffen sein. Deshalb beschreiten das Land OÖ und die OÖ Sozialversicherungen mit den Projektpartnern Magistrat Wels, SHV Kirchdorf, M.A.S Alzheimerhilfe und Evangelisches Diakonie-werk nun einen neuen Weg in der Betreuung von Menschen mit Demenz.

Ziel des gemeinsamen Projekts „Integrierte Versorgung Demenz OÖ“ ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Im September 2013 fiel der Startschuss für die Erprobung der Angebote in den Pilotregionen Bezirk Kirchdorf und Stadt Wels. Diese können in speziellen Demenzberatungsstellen, Tageszentren und Alten- und Pflegeheimen in Anspruch genommen werden.

„Leider glaubt die große Mehrheit, von Betroffenen und Angehörigen immer noch, dass man bei Demenz ohnehin nichts tun kann. Dies stimmt jedoch nicht, denn durch gezieltes Training des Gedächtnisses, der Alltagsaktivitäten, der körperlichen Fitness, der Wahrnehmung usw. können vorhandene Fähigkeiten länger erhalten bleiben und sogar Neues erlernt werden“, sagt Mag. Michael Wall von der Direktion Soziales und Gesundheit des Landes OÖ.

In den Demenzberatungsstellen werden maßgeschneiderte Leistungen wie Information, Beratung, Diagnosestellung und Trainingseinheiten angeboten. In Tageszentren und Alten- und Pflegeheimen stehen zudem Psychologen und Fachärzte zur Verfügung. „Rund 80 Prozent der Menschen mit Demenz werden im Kreise der Familie zu Hause begleitet. Deshalb ist es der OÖ Gebiets­kranken­kasse besonders wichtig, die Angehörigen zu entlasten“, sagt Ressortdirektor Mag. Franz Kiesl von der OÖ Gebietskrankenkasse.

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team IVDOÖ“, flankiert von Gratulanten (vlnr):
DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Silvia Neumann-Ponesch, Willibald Salomon, „Team IVDOÖ“ (rund um Res.Dir.Mag. Franz Kiesl, MPM), Dr. Susanne Herbek, Dr. Heinz Brock und Gesundheitsminister Alois Stöger.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Würdigungspreisträger für sozialpsychiatrische Initiativen“

Preisträger:
KAV, KH Hietzing, Station C3 Behindertenpsychiatrische Station der Abt. f. Kinder- und Jugendpsychiatrie Rosenhügel

Projekt:
Sozialpsychiatrische Rehabilitation von Patienten mit besonderen Bedürfnissen

Die Preisträger
Preisüberreichung von Gesundheitsminister Alois Stöger an Prim. Dr. Ralf Gößler und sein Team.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Begründung der Jury zur Auswahl der beiden Würdigungspreisträger:

„Die Jury vergibt erstmals thematische Anerkennungspreise zur besonderen Würdigung zweier Initiativen, die anschaulich zeigen, wie den bestehenden und kommenden Herausforderungen in der Sozialpsychiatrie begegnet werden kann.“

Projektkurzdarstellung:

„Konzeptuelle psychosoziale, effiziente und effektive Rehabilitation überwiegend erwachsener Patienten mit primärer intellektueller Beeinträchtigung, psychiatrischer Erkrankung und/oder schwerer Verhaltensauffälligkeit, unter Einbeziehung ihres sozialen Umfeldes. Diese Patienten mit besonderen Bedürfnissen werden mit Würde und Toleranz sowohl psychiatrisch, somatisch als auch psychosomatisch diagnostiziert und eine adäquate, multiprofessionelle Therapie zur individuellen Förderung der Selbständigkeit u. Alltagsfähigkeiten eingeleitet. Zur optimalen weiterführenden Behandlung werden die Patienten professionell in anschließende Wohn- und Arbeitsbereiche übergeführt. Ziel ist die Vermeidung unzähliger, die Erkrankung der Patienten häufig nicht positiv beeinflussender stationärer Wiederaufnahmen an nicht spezialisierten somatischen oder psychiatrischen Stationen. Daraus ergibt sich neben einem erheblichen Einsparungspotential die Linderung von menschlichem Leid.

Zum Einsatz kommt ein psychiatrisch hochprofessionelles, engagiertes, empathisches, multiprofessionelles Team, um die behinderten Patienten, darunter auch viele nonverbale, in ihrer Gesamtproblematik und ihren Bedürfnissen wahrnehmen zu können. Eine kontinuierliche Kommunikation mit dem gesamten Helfersystem (Eltern, so vorhanden, Geschwister, Sachwalter, Therapeuten, extramurale Fachärzte, Bezugsbetreuungssysteme von Arbeits- und Wohnbereichen) ist für unsere Arbeit selbstverständlich. Weiters gibt es für nachbetreuende Systeme pädagogische Coachingtermine, sowie Psychoedukation für Menschen im Bezug mit unseren Patienten und Selbsthilfeangebote im Rahmen eines monatlichen Angehörigen-Cafe´s.

Das Konzept beinhaltet als Tool neben der regelmäßigen fachärztlichen Teambesprechung auch Intervisionen zur Problemerfassung, Strategieentwicklung für Interventionsoptionen und ist Raum für Reflexiosprozesse. Um Nahtstellen zwischen unterschiedlichen Fach- und Behandlungsbereichen zu optimieren wird eine engmaschige Zusammenarbeit bezüglich Übernahmen von psychiatrischen Stationen und somatischen Abteilungen, sowie regelmäßige Treffen nachgeordneter Behinderten-organisationen und selbstverständlich Vernetzungstreffen mit dem FSW und gelegentlich, bei Minderjährigen auch mit dem Jugendamt geleistet.

Daneben gibt es laufend einen Austausch zwischen vorbehandelnde Ärzte, Abteilungen und Institutionen, sowie nachbehandelnden Medizinern und Vereinen, Sachwaltern und Gerichten, die sich für das Wohl von Behinderten verantwortlich zeichnen.

Eingehende Schulungen im Umgang mit unseren Patienten, im besonderen Aggressionsmanagement, Selbstverteidigungskurse, Umgang mit Sexualität bei Behinderten, spezielle Schulungen für Patienten mit Migrationshintergrund und Behinderung, Deeskalationstrainings, Kommunikation mit non verbalen Pat. sind von essentieller Bedeutung. Besondere Augenmerk liegt auf geeigneten Räumen in angemessener Größe inklusive entsprechenden Freiräumen und Gartenbereichen, sowie ausreichend große Gruppenräume für pädagogische Behandlungen und Gruppentherapien.

Erheblicher Bedeutung kommt ausreichende Zeit zur Verhaltensbeobachtung und Beobachtung des Interaktionsverhaltens zu, um das Ausmaß der kognitiven Einschränkungen, sowie die individuellen Fähigkeiten eines Patienten erfassen zu können.

Bei Reevaluierung im Rahmen der ambulanten Nachbetreuung kann bestätigt werden, dass es zu langfristigen Remissionen der Symptomatik der Patienten kommt, wenn sowohl medizinische, therapeutische als auch sozialpsychiatrische Maßnahmen individuell auf das Krankheitsbild des Pat. abgestimmt werden können. Subjektiv und objektiv können die Lebensqualität und Selbstbestimmung unserer Patienten nach einem Aufenthalt gebessert werden.“

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team C3“, flankiert von Gratulanten (vlnr):
DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Silvia Neumann-Ponesch, Willibald Salomon, Ursula Scholz, MAS, Prim. Dr. Ralf Gößler, Sr. Herta Denner, Astrid Lammer, Sr. Beharic Aldijana, Dr. Susanne Herbek, Dr. Barbara Hess MSc, Dr. Heinz Brock und Gesundheitsminister Alois Stöger.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Würdigungspreisträger für sozialpsychiatrische Initiativen“

Preisträger:
Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg Linz und pro mente OÖ

Projekt:
Sozialpsychiatrisches Ambulanzzentrum an der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg

Die Preisträger
Preisübergabe (vlnr): Dr. Heinz Brock, Gesundheitsminister Alois Stöger, Dr. Thomas Zaunmüller, DSA Birgit Dürk und Mag. Roland Schaffler.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Begründung der Jury zur Auswahl der beiden Würdigungspreisträger:

„Die Jury vergibt erstmals thematische Anerkennungspreise zur besonderen Würdigung zweier Initiativen, die anschaulich zeigen, wie den bestehenden und kommenden Herausforderungen in der Sozialpsychiatrie begegnet werden kann.“

Projektkurzdarstellung durch den Preisträger:

„Die Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg war mit einer Zunahme aus dem Zentralraum Linz und der Region Mühlviertel und einem Überbelag auf den Stationen konfrontiert. Außerdem war eine drohende Verschlechterung der Patientenversorgung zu befürchten. Die Vernetzung zwischen intra- und extramuralem Bereich bedarf einer strukturierten Vernetzung und einer Intensivierung.

Die nicht stationär aufgenommenen PatientInnen sollten ein individuelles zeitlich unmittelbares therapeutisches Angebot erhalten – und zwar ambulant vor stationär. Hauptaufgabe des Sozial-psychiatrischen Ambulanzzentrums ist die adäquate psychiatrische Akutversorgung, die von einem multiprofessionell zusammengesetzten Team erbracht wird. Durch dieses Vorgehen werden Chronifizierungen verhindert und psychosoziale Folgeprobleme reduziert, Doppelgleisigkeiten werden verhindert und die Versorgungsqualität verbessert.

Ziel war es, eine Struktur zu schaffen, die sowohl vom stationären (LNK) als auch außerstationären (pmOÖ) Bereich betrieben wird um Clearing, Akutbehandlung und gezielte Weitervermittlung von Personen mit akuten psychischen Problemen zu gewährleisten. Das Sozialpsychiatrische Ambulanzzentrum übernimmt „Drehscheibenfunktion“ im Kanon außerstationärer und stationärer Unterstützungsangebote.“

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg Linz und pro mente OÖ“, flankiert von Gratulanten (vlnr): DI (FH) Werner Pamminger, Dr. Silvia Neumann-Ponesch, Willibald Salomon, „Team Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg Linz und pro mente OÖ“ (rund Dr. Thomas Zaunmüller und DAS Birgit Dürk), Dr. Heinz Brock, Dr. Susanne Herbek, und Gesundheitsminister Alois Stöger.
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

INTEGRI 2012 - Die Preisträger

Kategorie:
„Patienten- und Angehörigenorientierung“

Preisträger:
Caritas für Betreuung und Pflege

Projekt:
Langzeitbeatmung und Entwöhnung

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Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team Caritas für Betreuung und Pflege“, flankiert von Gratulanten
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Gesundheitspolitische Modellfunktion“

Preisträger:
NÖ Landeskliniken-Holding, Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds

Projekt:
Integrierte Hospiz- und Palliativversorgung in Niederösterreich

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team NÖ Landeskliniken-Holding“, flankiert von Gratulanten
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Kategorie:
„Kreative Lösung“

Preisträger:
Wiener Gebietskrankenkasse, Competence Center Integrierte Versorgung

Projekt:
Projekt „netzwerk aktiv - besser leben mit demenz“

Die Preisträger
Gruppenfoto der Preisträger „Team Wiener Gebietskrankenkasse, Competence Center Integrierte Versorgung“, flankiert von Gratulanten
(Fotorechte: CompuGroup Medical)

Partner des INTEGRI 2016:

Medienpartner:

ÖKZ
Medienpartner:

Qualitas
Medienpartner:

CGM-Media
Medienpartner:

Praxiswelt
Organisation:

CGM
Award-Künstler:

Glashütte Comploj
Partner:

MTC

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